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Digitale Assistenten: So verändern Alexa und Co. die digitale Werbebranche

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Digitale Assistenten halten verstärkt Einzug in unseren Alltag. Bei ca. 13% der Deutschen kommen die digitalen Sprachassistenten inzwischen im Haushalt zum Einsatz (Bitkom).

Ende des Jahres 2020 sollen schätzungsweise sogar 225 Millionen Assistenten weltweit verwendet werden (Canalys, 2018). Vorreiter ist ganz klar Amazon: In den USA liegt der Marktanteil des Unternehmens bei 71% (Statista, 2017). Das Geschäft mit den intelligenten Lautsprechern ist lukrativ, 1,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete der Markt im Jahr 2017 (Statista). Doch wie verändern die kleinen Alltagshelfer unsere Konsumwelt? Und was wird in Zukunft mithilfe von Alexa & Co möglich sein?

Das können die digitalen Sprachassistenten

amazon alexa echodot
Amazon Echodot


Der beliebteste unter den digitalen Assistenten ist sicherlich Alexa oder alternativ der Amazon Echo Lautsprecher mit integrierter Alexa. Mehr als die Hälfte aller verkauften Sprachassistenten kamen vom Hersteller Amazon (Canalys, 2018). Die Auswahlmöglichkeiten sind jedoch viel breiter gefächert. Auch Google hat seinen eigenen Google Assistant, Apple produziert Siri und Samsungs Bixby ist eine weitere Alternative. Daneben gibt es noch Cortana von Microsoft und selbst Telekom soll aktuell an einem System namens “Hallo Magenta” arbeiten um die telekomeigenen Dienste per Sprachsteuerung erreichbar zu machen.

Gemeinsam haben sie alle, der persönliche Assistent reagiert per Sprachsteuerung. Die meisten smarten Geräte sind außerdem mit einem Lautsprecher gekoppelt. Siri, Cortana & Co faszinieren durch ihre Intelligenz. Denn mit den Geräten gibt es nicht nur eine sympathische Stimme, die ab und zu sogar Witze macht. Inzwischen sind die Systeme sogar lernfähig. Die Technik ist damit einen guten Schritt weiter in Richtung künstliche Intelligenz (KI).

Skills machen Digitale Assistenten noch smarter

alexa skills
Amazon bietet eine Reihe an “Skills” für Alexa.


Die KI Systeme können inzwischen so einiges: Auskunft über das Wetter geben, Produkte bestellen, Einkaufslisten ergänzen uvm. Besonders praktisch sind die zusätzlichen Skills, die das Angebot von Alexa, Siri und vielen weiteren ergänzen. Skills können als Apps zusätzlich auf das Alexa System heruntergeladen werden. Das erweitert die serienmäßigen Funktionen z.B. um den städtischen Abfallkalender, Prognosen zum aktuellen Pollenflug, oder eine App, die hilft das Handy wiederzufinden. Aber auch Spaß-Apps wie der mächtige Aluhut sind beliebt. Fragen wie “Alexa, frage mächtigen Aluhut was die Regierung verbirgt”, bereiten besonders Verschwörungstheoretikern Freude. Bis heute existieren schon über 6000 Skills im deutschen Amazon Skill Store. Nach Kategorien vorsortiert sind die Skills praktischerweise im Action Store von Google.

Doch die Sprachassistenten finden sich heute nicht nur mehr in den privaten Haushalten. Das deutsche Startup German Autolab entwickelte bspw. eine Windschutzscheibe fürs Auto mit angegliedertem digitalen Assistenten. Und auch in die Berufswelt möchten digitale Assistenten künftig Einzug halten. Alexa for Business oder Nokias MIKA sind die besten Beispiele für zukunftsfähige smarte digitale Sprachassistenten im Beruf. So übernimmt Alexa for Business im Prinzip die Aufgaben einer persönlichen Sekretärin. Alexa macht Termine, schreibt To-dos, kann Räume buchen, zu Konferenzen zuschalten usw. Darüber hinaus lässt sie sich auch mit der privaten Alexa synchronisieren, sodass Mitarbeiter auch von zuhause auf Firmenanwendungen zugreifen können. MIKA ist speziell auf die Unterstützung in der Ausführung komplexer Aufgaben und die Problemdiagnose von Ingenieurberufen programmiert. Das soll Zeitverluste reduzieren und Mitarbeitern ermöglichen, sich auf wirklich komplexe Aufgaben zu konzentrieren. Der Vizepräsident des Research- und Beratungsunternehmens Gartner schätzt, dass Verbraucher und Unternehmen bald unter Zugzwang geraten werden. Die Ausgaben für digitale Assistenzsysteme schätzt er bis 2021 auf bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar.

Wird zielgruppenorientiertes Marketing mithilfe Digitaler Assistenten künftig möglich sein?


Digitale Sprachassistenten stehen immer auf Abruf bereit. Das ist einerseits praktisch, andererseits bedeutet das, dass Alexa & Co faktisch rund um die Uhr darauf lauschen, was die User so von sich geben. Es könnte ja schließlich ein “Ok Google” oder “Alexa, sag mir…” darunter sein. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten in Sachen Profilerstellung der Nutzer. Denn spricht der User Alexa persönlich an, stellt bspw. eine Frage, landen die Daten auf den Servern von Amazon und werden zur Produktverbesserung ausgewertet. Zwar werden die Daten nicht an Drittanbieter weitergegeben, Amazon kann die Daten aber trotzdem zu eigenen Forschungszwecken nutzen. Auch wie oft die Software von Alexa Fehlaufnahmen transkribiert und für wie lange die Sprachaufnahmen gespeichert werden, ist bisher noch unklar. Es wäre auch denkbar, dass bei Amazon und Google gespeicherten Daten dann zum Einsatz kommen könnten um ein zielgruppenoptimiertes Produkt vorzuschlagen. Noch ist Advertisement über Sprachassistenten in weiter Ferne, eine digitalisierte Welt, die die Bedürfnisse der User voraussieht, wie Marc Uwe Kling sie in seinem Buch “Quality Land” beschreibt, gibt es noch nicht.

“[…] auch die Angebote, die Preise, ja sogar das Design und die Struktur des Netzes ändern sich, je nachdem, wer diese magische Spiegelwelt betritt, und sogar je nachdem, wie er sich fühlt. ‘Jeder lebt in seiner eigenen Welt.’ Im digitalen Raum ist das nicht nur eine Floskel. Es ist wortwörtlich wahr. Du lebst in einer eigenen Welt. Eine Welt, die sich konstant dir anpasst.” (Marc Uwe Kling, Quality Land)

Im Hinblick auf die Funktion von Programmatic Advertisement im Netz ist der Gedanke jedoch nicht mehr undenkbar…

So könnten die Assistenten Produktplatzierungen manipulieren


Bisher ist Online-Shopping mit Alexa jedenfalls noch nicht besonders relevant. Der Onlinedienst “The Information” gab an, dass von ungefähr 50 Millionen Alexa-Nutzern nur ca 100.000 jemals ein Produkt per Sprachbefehl bestellten. Sollte sich das ändern, könnte das die Marktdynamiken für Anbieter aber um 180 Grad drehen. Fragt ein Nutzer beispielsweise nach einer Empfehlung für ein Produkt, so wird Alexa nur Auskunft über Produkte geben, die im eigenen Amazon Katalog gelistet sind. Zusätzlich fragen Menschen anders nach Inhalten, als sie es in Tipparbeit im Netz tun. Das könnte ganz neue Dimensionen für die Vorsortierung bei Produktempfehlungen durch Alexa bedeuten. Nähme die Tendenz zu Suchbefehlen per Sprachassistent zu, könnte die Sortierung, wie Google sie bei seinen Einträgen vornimmt, anderen Kriterien folgen. SEO-Optimierungen reichen dann eventuell nicht mehr aus, um sich im Netz als Anbieter bemerkbar zu machen. Die Frage, wie Inhalte, Content Hubs oder Touchpoints in Zukunft auf die Sprachsuche optimiert werden könnten und gleichzeitig die Präsenz bei Suchmaschinen wie Google wahren, rückt damit weiter in den Fokus. Die Entwicklung unternehmenseigener Skills ist sicherlich eine gute Möglichkeit um als Anbieter vorerst nicht abgehängt zu werden. Die Entwicklung von Alexa sollten Unternehmer trotzdem gut im Blick behalten. Denn Voice-Search-Ranking könnte in Zukunft enorm an Bedeutung gewinnen.

Bleiben Sie up to date und informieren Sie sich bei uns über die Möglichkeiten die digitaler Wandel und die Nutzung von Künstlichen Intelligenzen wie Sprachassistenten für Sie bietet. Als Experten im Bereich Webentwicklung und -optimierung machen wir Sie und Ihren digitalen Auftritt fit für die Zukunft. Vereinbaren Sie gerne eine unverbindliches Erstgespräch mit unserem Team von Story&Story.

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