Mobility-Startups: Revolution der Mobilitätsbranche

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Die Frage des letzten Kilometers, der Aufruf zu mehr Nachhaltigkeit und findige digitale Lösungen halten die Welt auf dem Weg in die Ära der Smart Cities und New Mobility in Atem. Maßgeblich an der Revolution der Mobilitätsbranche beteiligt sind junge Startups mit frischen Ideen und Konzepten. Weltweit läuft die Ideenproduktion auf Hochtouren, da kann es schwierig sein den Überblick über die zukunftsweisenden Innovationen zu behalten. Bei uns finden Sie alles Wichtige auf einen Blick.

Mobility-Startups: Worum geht es den jungen Unternehmen?

So unterschiedlich die Technologien und Ideen auch sein mögen, die die Startups entwickeln, mehr Mobilität wollen sie alle. Manchen geht es darum, den Verkehr in Großstädten zu entzerren, einige setzen auf komfortable Lösungen für die letzten Kilometer und möchten unwirtschaftliche öffentliche Verkehrsmittel so ersetzen. Und wieder andere kämpfen für eine bessere Anbindung von ländlichen oder wenig besiedelten Gebieten an Städte. Schnelligkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit werden bei allen Mobility-Startups großgeschrieben.

Die neuesten Trends im Bereich Mobility Startup – National und International

Zuerst sehnlichst erwartet, dann gehyped und inzwischen als wenig effiziente Ausweichmöglichkeit für Autofahrer eingeschätzt: Die E-Scooter haben 2019 Einzug auf den deutschen Straßen gehalten. Anbieter wie Lime, Circ und Tier tummeln sich in den Großstädten. Ursprünglich wurden sie als die Innovation schlechthin vermarktet, um zur Auflösung von Staus beizutragen und den Umstieg auf die grüne Fortbewegungsart für Endverbraucher einfacher zu machen. Ein Trend, der in der Mobility-Startup Szene eher wieder im Schwinden ist. Der Grund, Autofahrer nutzen die E-Roller kaum als Ersatz für tägliche Autofahrten. Vielmehr steigen Fußgänger gerne auf die Scooter um. Zudem hat sich gezeigt, dass der hohe Verschleiß nicht gerade nachhaltig und umweltfreundlich ist. Andere Ideen sind 2020 bereits Wirklichkeit geworden und wollen nun deutsche Städte erobern und bald auch international werden.

Dott

Ganz aus dem Rennen sind E-Scooter als Autoersatz aber noch nicht. Das niederländische Startup Dott geht taxiert die Pains von E-Scooter Sharing mit 10” Rädern für einen verbesserten Road Grip. Hinzu kommen bei den Dott Scootern breitere Decks für einen optimierten Schwerpunkt und ein doppeltes Bremssystem, das dem Fahrer mehr Sicherheit gibt. Außerdem kommt der Dott Scooter mit einer optimierten Akkulaufzeit daher. Auf bis zu 20 km/h schaffen es die Scooter, die Kurzstreckenfahrten mit dem Auto ersetzen sollen. Zu guter Letzt soll eine deutlich verbesserte Haltbarkeit den grünen Gedanken zurück in die E-Scooter Branche bringen. In Paris, Mailand, Brüssel und Lyon ist das Unternehmen bereits vertreten. Seit November 2019 ist das Startup mit seinen Scootern auch in München aktiv.

Emmy

Das E-Roller-Sharing Startup aus Berlin setzt auf Nachhaltigkeit und green mobility auf Rollern. 2015 gegründet begann die Reise das Startups mit 150 Rollern in der deutschen Hauptstadt. Ein Investment, das sich gelohnt hat, denn heute ist Emmy aktiv in Berlin, München und Hamburg. In Düsseldorf flitzen die Roller als “Eddy” über die Straßen, eine Kooperation mit den Stadtwerken Düsseldorf. Auch Stuttgart kann sich über die als “Stella-Sharing” bekannten E-Roller freuen, die ebenfalls eine Kooperation mit den hiesigen Stadtwerken sind. Der Unterschied zu den E-Scootern ist die Zielgruppe. Laut Emmy legten die User im Durchschnitt Strecken von ca. 5 km Länge zurück. Das ist durchaus eine Distanz, die Autofahrten durch Roller ersetzen können. Anders als bei den E-Scootern zieht Emmy weniger Fußgänger an und könnte künftig so tatsächlich einen Beitrag dazu leisten, dass deutsche mit mehr grüner Energie auf den Straßen unterwegs sind.

CleverShuttle

Auch CleverShuttle setzt auf grüne Energie im Straßenverkehr. Allerdings sieht sich das deutsche Startup als eine Art moderner Beförderer im Carsharing, das auf Elektroautos und Plug-in-Hybride setzt. Bei CleverShuttle handelt es sich nicht um moderne Taxizentralen wie Uber oder Lyft. Vielmehr setzt das Startup auf ein Grünes und Effizientes miteinander im Auto. Eine moderne Fahrgemeinschaft mit festangestellten Fahrern wenn man so will. Diese erhalten einen festgelegten Stundenlohn, sodass CleverShuttle rechtlich als Mietwagenunternehmen eingestuft wird. Die Idee hinter CleverShuttle ist simpel: Per App geben User ihre gewünschte Strecke ein. Sie werden dann vom CleverShuttle am ausgemachten Abholort eingesammelt. Mitfahrer die eine ähnliche Route haben werden dann unterwegs aufgenommen, große Umwege für die Mitfahrenden gibt es jedoch nicht. Die Fahrten in der automatischen Fahrgemeinschaften sind im Vergleich zu Taxifahrten 40-60% günstiger, auch wenn einmal kein passender Mitfahrer mit im CleverShuttle sitzt. Das Ride-Pooling sieht das Startup als zukunftsweisendes Element um die Straßen von Städten vom übermäßigen Verkehr zu befreien und den Emissionsausstoß zu senken. Aktuell fahren CleverShuttles bereits in Berlin, München, Leipzig, Dresden, Düsseldorf und Kiel. Weitere Einsatzorte sind in Planung.

Cabify

Ähnliche Ziele wie CleverShuttle verfolgt das spanische Startup Cabify. Über eine Mobilitätstechnologie-Plattform sollen privaten User und Unternehmen an die Verkehrsmittel des Unternehmens angebunden werden. Cabify stellt Fahrzeuge zur Vermietung via App bereit und fungiert ebenfalls als eine Art Taxirufzentrale. Fahrer die bei Cabify fahren durchlaufen ein strenges Auswahlverfahren und stehen danach für private User zum Abruf bereit. Das eigentlich besondere an dem Unternehmen ist die kürzliche Fusion mit dem englischen Startup what3words. What3words macht die Bestimmung von Treffpunkten oder Abholorten einfacher. Das Startup unterteilte die gesamte Welt einfach in ein Raster von 3×3 m², jeder Fleck mit einer Adresse aus drei Wörtern versehen. Gerüstet mit dieser Technologie und einer eingebauten AutoSuggest Funktion, um Fehler zu vermeiden haben what3words und Cabify ein häufiges Problem, nämlich die Ungenauigkeit von Ortsangaben, gelöst. In 26 Sprachen verfügbar, lassen sich Wortadressen auch im Ausland in der eigenen Muttersprache eingeben. Der im System integrierte Routenplaner spart Usern und Fahrern viel Stress, Zeit und Verwirrung oder Missverständnisse. Ein Problem, das bspw. in Mexiko City zum tagtäglichen Kampf um die richtige Orientierung werden kann, ist Schnee von gestern. Hier doppeln sich die Straßennamen schonmal was besonders für Besucher ohne Ortskenntnisse zu Schwierigkeiten führen kann. Jetzt können sich User entspannt zurücklehnen und die Navigation dem System überlassen, ohne den Fahrer durch die Gegend lotsen zu müssen. Cabify ist vor allem im spanischsprachigen Raum populär. Als eines der größten Transportunternehmen mit Alternative zum eigenen Auto in Mexiko, Chile, Kolumbien, Panama, Peru, Brasilien, Ecuador, Argentinien, der Dominikanischen Republik, Uruguay, Portugal und Spanien hat es bereits viel an Auftrieb gewonnen.

Shotl

Dieses Mobility Startup hat seine Wurzeln ebenfalls in Spanien und auch hier geht es darum einen dynamisch-flexiblen Transportservice für Endverbraucher zu schaffen. Als Plattform für Massentransport-Unternehmen will Shotl ähnlich wie CleverShuttle mehrere User in einem geteilten Gefährt zusammenbringen. Anstatt einen Carsharing Service anzubieten, setzt das Startup Shotl dabei allerdings auf eine Transportalternative für ineffiziente öffentliche Verkehrsmittel, wie Buslinien. Das Ride-Pooling lässt sich auf Echtzeit adaptieren und hat sich auf dem Mobilitätsmarkt bereits einen Namen gemacht. Doch nicht nur für den Standard-User will Shotl Mobilität der Zukunft schaffen. Die Mission des Shuttle-Unternehmens ist es außerdem einen öffentlichen on-demand Transport für ältere Bürger oder Personen mit eingeschränkter Mobilität und besonderen Bedürfnissen zu schaffen. Mobilität für alle könnte der Wahlspruch von Shotl lauten. In einigen Städten fahren die Shuttles des Startups bereits, u.a. am Münchener Flughafen.

Wunder mobility

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das Hamburger Startup Wunder mobility. Wunder mobility stellt Plattformen für Unternehmen und Städte zur Verfügung, sodass diese einen eigenen mobility Service anbieten können. Car-, oder E-Scooter Sharing, Shuttle services und digital Parking machen Wunder mobility so verfügbar. Die Bechstein Public Transport Company ist bereits an Bord und setzt die Plattform in Celle, Tata und Wipro in Indien ein. Die japanische Marubeni Group, BWM und Daimler sind andere namhafte Firmen die auf Wunder mobility als Mittel zu einem nachhaltigen Pooling Ökosystem setzen.

Lilium

Lilium will höher hinaus als alle andere Taxiservices je zuvor. Mit den flying taxis aus dem Startup mit Sitz in München möchten die Gründer idealerweise bis 2025 in mehreren deutschen Städten launchen. Die elektrisch betriebenen 5-Sitzer Jets des Unternehmens mit vertikalem Take-off und Landing device (VTOL) bringen es auf Langstrecken von bis zu 300 km. Mit mehr als 100 Millionen Dollar Funding könnte das Startup Lilium künftig den Mobility Sektor revolutionieren und international den Nah- und Fernverkehr entzerren.

EasyMile

Das Toulouser Unternehmen EasyMile arbeitet seit 2014 daran, mit seinem Flagship Produkt EZ10 den Passagier- und Gütertransport zu revolutionieren. Bei maximalen 45 km/h und einer Personenanzahl von 15 Personen pro Fahrt kann sich der EZ10 inzwischen über 600,000 km auf den Tacho schreiben. Der batteriebetriebene autonome elektrische Bus ist heute bereits der meist eingesetzte autonome Shuttlebus weltweit und bedient mehr als 230 Orte in 26 verschiedenen Ländern.

Blickfeld

Ursprünglich 2017 entstanden an der TU München ist Blickfeld heute eines der zukunftsweisenden Startups im Mobility Sektor. Für seine innovativen Lidar-Sensoren gewannen die Gründer bereits den Autonomous Traffic & Logistics Innovation Award 2018. Denn die Lidar-Sensoren von Blickfeld könnten die Automobilindustrie revolutionieren. Kleiner, kompakter und kostengünstiger in der Produktion und somit massenmarkttauglich sind die Blickfeld Sensoren. Das Produkt Cube geht mit einer Reichweite von bis zu 250 Metern ins Rennen und ist in der Lage bewegliche Objekte zu erfassen und im System in eine 3D-Punktwolke zu übersetzen. Die ebenfalls von Blickfeld entwickelte Software liefert dem Endverbraucher schließlich die Informationen. Eine überragende Leistung für einen Lidar-Sensor, der auch bei schlechtem Wetter und vollkommener Dunkelheit funktioniert. Zusätzlich benötigt das Produkt nur einen geringen Bauraum, ideal also um es überall zu integrieren. Die Lidar-Sensoren von Blickfeld könnten künftig Automobilen endlich die “Augen” geben, die diese zum autonomen fahren benötigen. Bislang scheiterten Ideen vom autonomen Taxi oft daran, dass die Sensoren schlicht nicht zuverlässig genug waren, um sie gefahrlos im Straßenverkehr einzusetzen. Aber auch in Smart Cities und im Security-Bereich könnte der Cube von Blickfeld bald viel Neues ermöglichen. Bspw. um Smart Parking zu vereinfachen, oder zur Überwachung von gesicherten Zonen. Denkbar ist auch, dass die Lidar-Sensoren in der Industrie eingesetzt werden könnten.

E/NRIDE

E/NRIDE entwickelte einen autonomen, führerhauslosen Truck für den Güterverkehr. Der “T-pod” aus Schweden kann ferngesteuert werden und fährt schon jetzt für das Logistikunternehmen DB Schenker auf schwedischen Straßen Lieferungen aus. Kürzlich ging E/NRIDE eine Partnerschaft mit der Michelin Group ein. Diese möchte den T-pod auch gerne in der Produktionsanlage in Frankreich einsetzen.

Stanley Robotics

Etwas andere Schwerpunkte setzt das französische Unternehmen Stanley Robotics, welches den weltweit ersten outdoor Parkservice Roboter entwarf. “Stan” lädt Fahrzeuge wie PKWs an einem drop off Punkt auf seine Hebebühne auf und parkt sie dann in einem outdoor Parkplatz. Er funktioniert somit ähnlich wie ein Abschleppwagen. Da der zusätzlich benötigte Platz für das Öffnen von Türen beim Ein- und Ausstieg wegfällt, können enorme Platzeinsparungen durch die geringeren Abstände zwischen den Autos auf Parkflächen gemacht werden. Verbunden mit Echtzeit Fluginformationen, ist Stan darauf spezialisiert an Flughäfen eingesetzt zu werden, um Autostau und Wartezeiten zu verringern. Rückkehrer werden per SMS über die Bereitstellung ihres Fahrzeugs informiert und können direkt bequem losfahren. Das spart Passagieren Zeit, reduziert Emissionen und Gedränge und optimiert zudem noch den Platz auf häufig überlasteten Parkplätzen. Als Pilotprojekt wird Stan bereits an den Charle de Gaulle und Lyon-Saint-Exupéry Flughäfen in Frankreich und am London Gatwick Airport getestet.

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