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Progressive Web Apps – Goodbye AppStores!

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Progressive Web Apps fühlen sich an wie eine App, sind aber gleichzeitig eine Homepage. Sie sind die Konsequenz der “mobile first” Bewegung, die einherging mit dem Wandel hin zu dynamischen Onlineinhalten. Im Kern ist eine Progressive Web App (PWA) eine Website, die moderne Web-Techniken verwendet, um den Benutzern ein natives app-ähnliches Erlebnis zu bieten. Dabei handelt es sich um Webanwendungen mit progressiver Erweiterung zur Implementierung von Funktionen wie Geolokalisierung, Hintergrundsynchronisation und Push-Benachrichtigungen.

 

Drei Fliegen mit einer Klappe.

 

Progressive Web Apps sind die Lösung für ein großes Problem: Man möchte eine App entwickeln, die sowohl auf Android, iOS und auf dem PC/Mac tadellos funktioniert. Die Frage ist dann: Entscheide ich mich für eine “native App” – also eine App die man im Appstore oder auf Google Play herunterladen kann? In dem Fall entscheide ich mich leider auch für den doppelten Entwicklungsaufwand, und PC/Mac sind damit noch nichtmal abgedeckt. Entscheide ich mich jedoch dagegen und entwickle eine herkömmliche Website, kann ich nicht auf native Smartphone-Funktionen wie Geo-Tracking oder Push-Benachrichtigungen zurückgreifen. Außerdem habe ich möglicherweise Performance-Probleme. Wenn ich auf allen Geräten den selben Standard gewährleisten möchte, so muss ich zwangsläufig den nahezu dreifachen Aufwand aufbringen.

 

Mit Progressiven Web Apps gehört diese Problematik der Vergangenheit an. Sie verbinden die Vorteile von nativen Apps mit denen von Web Apps. Eine PWA wird zwar durch den Browser (Chrome, Safari, Firefox, etc.) angesteuert, kann aber auch wie eine App auf den Startscreen abgelegt werden und so offline verfügbar gemacht werden. Vom Look-and-Feel gibt es keinen Unterschied zu einer herkömmlichen App aus dem App-Store.

 

Merkmale Progressiver Web Apps.

 

  • Progressiv – Die Apps muss für jeden Benutzer funktionieren, unabhängig vom verwendeten Browser.
  • Responsiv – Sie muss auf jeden Bildschirm passen: Desktop, Smartphone oder Tablet.
  • Offline-Funktionen – Es muss möglich sein, sie offline zu öffnen.
  • App-ähnlich – Sie muss sich wie eine App anfühlen, was Interaktion und Navigation betrifft.
  • Aktuell – Sie muss immer auf dem neuesten Stand sein (ohne manuelle Updates).
  • Sicher – Sie muss HTTPS für erhöhte Sicherheit verwenden.
  • Auffindbar – Man muss sie über Suchmaschinen wie Google finden können.
  • Kundenbindung – Sie sollte Nutzern durch Funktionen wie Push-Nachrichten die erneute Verwendung leicht machen.
  • Installierbar – Benutzer sollten Apps, die sie besonders nützlich finden, auf ihrem Startbildschirm „behalten“ können, ohne einen App Store aufsuchen zu müssen.
  • Verlinkbar – Sie muss sich via URL leicht verbreiten lassen.

 

Warum der Einsatz von PWA’s sinnvoll ist.

 

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Beispiele für PWAs auf https://pwa.rocks

Auch technisch bieten Progressive Web Apps einige Vorteile. Nicht nur laufen sie auch ohne Internetverbindung, sie sind zusätzlich dazu noch in der Lage, Push-Nachrichten zu senden. Auch die Datenübertragungsrate ist minimiert, da die meisten Inhalte schon geladen sind. Dadurch laufen PWAs so schnell und flüssig wie eine native App. Zusätzlich indexiert Google die App, sie ist also über Suchmaschinen auffindbar und somit SEO-relevant.

 

Laut einer Studie verbringt der durchschnittlicher Smartphone-Benutzer 80% seiner Zeit mit bloß drei Apps. Die anderen Apps laufen die meiste Zeit im Leerlauf und verbrauchen einen wertvollen Teil des Speichers. Außerdem kostet es etwa zehnmal mehr, eine App zu entwickeln, als eine Website dafür zu erstellen. Die Kosten können viel höher werden, wenn zusätzlich geplant wird, separate Codebasen für verschiedene Plattformen wie Android, iOS und das Web zu entwickeln und pflegen.

 

Progressive Web Apps lohnen sich vor allem wenn:

 

  • Der Zugang zum Service möglichst niederschwellig sein soll
  • Kein Verkauf der App geplant ist
  • Die Nutzer schnell Zugriff auf die Inhalte benötigen
  • Es eine Website mit viel Inhalt ist
  • Die Nutzer oft eine langsame Verbindung haben
  • Das Angebot über Google gefunden werden soll
  • Updates und Aktualisierungen schnell hinzugefügt werden sollen (ohne zeitintensives Review eines App-Stores)

 

Ob Progressive Web Apps in den kommenden Jahren die nativen Apps vollständig verdrängen werden, bleibt abzuwarten. Für anspruchsvolle Spiele wird sicherlich vorerst die native App das Format der Wahl bleiben. Doch viele andere Angebote werden getreu dem Motto “mobile first” sicherlich einen progressiven Weg einschlagen, und durch ein performantes mobiles Nutzererlebnis an Popularität gewinnen.

 

Sie planen die Entwicklung einer PWA oder brauchen einen zuverlässigen Partner für Ihr Projekt? Gerne können Sie uns schreiben. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

 

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