innovation im top management

Warum Innovation im Top-Management beginnen muss

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Erfolgreiche Top-Manager jonglieren mit einer Vielzahl unterschiedlichster Aufgabenbereiche. Fachwissen, ein guter Draht zu den Mitarbeitern und großer Weitblick: All das sollte ein guter Top-Manager haben. Aber reicht der Führungsstil nach dem Motto command & control heute noch aus?

Um ein Unternehmen langfristig erfolgreich zu führen, gehört auch die Offenheit gegenüber neuen Arbeitsweisen, Produktionsmethoden uvm. Kurz gesagt, die Innovationsbereitschaft und -Durchsetzungsfähigkeit im Management muss stimmen.

 

Die Ansprüche an das moderne Top-Management

Top-Manager stehen an der Schnittstelle von finanziellen Ressourcen und der Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter. Im originären Sinne ist der Manager ein Strippenzieher, der Aufgaben der Organisation und Planung übernimmt, die Mitarbeiterbetreuung und -pflege von oben unterstützt. Doch, wie Mary Parker Follett schon 1924 in ihrem Buch The Creative Experience schrieb, sollte ein guter Manager noch viel mehr als das können. Zur Mitarbeiterführung gehört auch, die Fähigkeit zu besitzen die Mitarbeiter zur autonomen Arbeit anzuhalten und sie darin zu fördern.

“Leadership is not defined by the exercise of power but by the capacity to increase the sense of power among those led. The most essential work of the leader is to create more leaders.”

Das Bild des Managers als Strippenzieher ist veraltet. Der moderne Top-Manager ist Networker, Koordinator, Innovator, Talentjäger, Planer und Macher. Zu seinen Kernaufgaben gehört es: 

      • Ziele zu setzen und Pläne auszuarbeiten
      • Zu motivieren und Bemühungen zu ordnen
      • Aktivitäten zu koordinieren und kontrollieren
      • Ressourcen zu akkumulieren und zuzuweisen
      • Wissen zu erwerben und anzuwenden
      • Beziehungen aufzubauen und zu pflegen
      • Talente zu identifizieren und bei der Entwicklung zu unterstützen
      • Externe Forderungen und Wünsche zu verstehen und auszubalancieren

 

Ein guter Manager behält auch in komplizierten Situationen den Überblick über die Prozesse und Entwicklungen im Unternehmen, seine Mitarbeiter, deren Projekte, Bedürfnisse und Forderungen. Zu den Verantwortlichkeiten gehört somit auch, frühzeitig Probleme zu erkennen und neue Lösungen zu promoten. Ein gesunde Tendenz dazu, Neues zu wagen und Herausforderungen anzugehen, aber auch die Motivation sich stetig zu verbessern, bringen das Unternehmen langfristig vorwärts.

Das sind die Geheimnisse von high performance Unternehmen

 

Die Ergebnisse der Global Innovation 1000 Studie können Managern als guter Leitfaden dienen, um ihre Innovationskraft zu stärken. Die Global Innovation 1000 Studie befasste sich 2018 mit der Analyse von 1,000 Unternehmen in öffentlicher Hand, die am meisten in die Bereiche Research und Development investierten, also ein intensives Innovationsmanagement pflegten. Die Investitionen zahlten sich laut Studie aus und trieben die Performance der Unternehmen voran. Besonders erfolgreiche Unternehmen integrierten laut Studie verschiedene Grundprinzipien in ihre Arbeitsweise und Prozesse, wovon der Großteil direkt mit dem Top Management zusammenhängt:

      • Die Innovationsstrategie wird eng mit der Geschäftsstrategie abgestimmt.
      • Unternehmensweite kulturelle Unterstützung für Innovationen werden geschaffen.
      • Die Top-Führungskräfte sind stark in das Innovationsprogramm eingebunden.
      • Die Projektauswahl wird frühzeitig und konsequent im Innovationsprozess  kontrolliert.
      • Innovation basiert auf direkten Erkenntnissen der Endverbraucher.
      • Innovationsstarke Unternehmen zeichnen sich durch jedes dieser ersten fünf Merkmale aus und konnten sie integrieren, um einzigartige Kundenerlebnisse zu schaffen, die ihren Markt verändern können.

Befragte von Unternehmen, die sich durch ein besonders schnelles Wachstum abhoben, gaben außerdem an, ständig nach weiteren Möglichkeiten zur Verbesserung der Unternehmensprozesse Ausschau zu halten.  

So schaffen Top-Manager mehr Raum für Innovation

Die Unternehmenskultur stärken

Der Top-Manager prägt durch seinen Führungsstil die Unternehmenskultur seiner Abteilung oder des gesamten Unternehmens. Ein Manager, der als Kontrollfreak bekannt ist und seinen Mitarbeitern kaum Freiraum lässt, wird vermutlich immer genau die Ergebnisse erhalten, die er von seinen Mitarbeitern erwartet. Das mag zwar Fehlerterme minimieren, schränkt aber auch massiv die kreative Freiheit der Mitarbeiter ein. Eine rigide Unternehmenskultur behindert Innovationen eher, als dass sie sie fördert. Auch wenn einzelne Mitarbeiter motiviert sind, neue Ansätze zu testen und Ideen für Prozessverbesserungen gerne anbringen würden, können sie ihre Kompetenzen dann nicht immer voll ausschöpfen. Entschließt sich das Management dazu eine strikte, gerade Linie zu fahren, die keine Abweichungen zulässt, werden sich die Ideen der Mitarbeiter kaum durchsetzen können. Das Leitbild sollte lauten: Embrace Diversity not University.

Ein innovationsfreundliches Management sollte also darauf setzen, Mitarbeitern den Freiraum zu geben neue Ideen auszuprobieren und auch Projektideen mit Fehlerpotenzial zulassen. Nur so kann sich das Unternehmen weiterentwickeln. Denn auch aus Fehlern kann man wertvolle Erfahrungen ziehen. Im Großen und Ganzen zeichnet sich gutes Leadership auch durch Mut zur Transformation aus.

 

Kommunikation und Planung sind das A&O

Flache Hierarchien sind oft ein hilfreiches Instrument, um den Kontakt zu den Mitarbeitern zu intensivieren und eine Vertrauensbasis zu schaffen. So können Manager in intensiven und produktiven Austausch mit Ihren Mitarbeitern treten. Das fördert nicht nur ein angenehmes Betriebsklima, es eröffnet auch Raum für Kritik und Lob, Anmerkungen und neue Ideen. Kurz gesagt, es schafft Raum für Innovation. Ein intensiver Austausch zwischen Mitarbeitern und Führungsriege verhindert nicht nur Missverständnisse über die neuen Methoden. Er stellt auch sicher, dass der Manager trotz allem noch die Strippen in der Hand behält. Denn passt das Innovationsprogramm nicht zu den übergeordneten Zielen des Unternehmens, kann das der Produktivität sogar schaden. Dazu gehört es auch frühzeitig einen Projektplan zu erstellen und diesen im Innovationsprozess engmaschig zu kontrollieren. So kann der Manager sicherstellen, dass die Mitarbeiter die Zielsetzung nicht aus den Augen verlieren. 

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