brave crypto browser

Wie der Brave Browser mit Kryptowährung das Online-Marketing belebt

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Onlinewerbung erreicht kaum noch Nutzer

Erweiterungen zum Blockieren von Werbung, sogenannte Adblocker, verwendet heutzutage (fast) jeder. Online-Werbung ist allerdings ein treibender Faktor im E-Commerce – allen voran personalisierte Werbung. Doch mit zunehmend zahlreicheren und größeren Werbeflächen sowie aggressiverem Vorgehen verlieren Kunden die Lust und sehen in Anzeigen keinen Mehrwert mehr. Werbung im Internet wird nur noch als Störfaktor wahrgenommen. Deswegen nutzen mehr als die Hälfte aller Nutzer Werbeblocker wie uBlock Origin oder AdBlock Plus (Quelle: Statista). Eine riesige Nutzergruppe ist also nicht mehr durch herkömmliches Online-Marketing in Form von Anzeigen, Bannern und Popups erreichbar. Während in den sozialen Medien Werbung in Form von gesponsorten Beiträgen angezeigt wird, und Google Suchergebnisse mit Anzeigen ausschmückt, surfen die meisten Nutzer im restlichen Internet jedoch fast vollständig werbefrei.

Das Wichtigste in Kürze

Der Brave Browser blockiert Werbung sowie Anzeigen standardgemäß und bietet einen eigenen Ansatz mit online Werbung. Brave möchte den Nutzern einen Mehrwert durch die ausgespielte Werbung bieten und spielt ausschließlich Werbung aus, dessen Inhalt im Interessengebiet des Nutzers liegt. 

Über das Belohnungssystem Brave Rewards können die Nutzer Cryptowährung dazu nutzen, die Contentersteller im Netz “tippen”.

nutzerzahlen adblock
Umfrage zur Nutzung von Adblockern nach Endgeräten in Deutschland 2017 (Quelle: Statista)

Brave Browser – Ein neuer Herausforderer erscheint

Seit Ende 2019 ist ein weiterer Browser auf dem Markt, der dieses Thema angeht: Der Brave Browser. Im November feierte das Entwicklerteam den Launch der offiziellen Version 1.0. Brave basiert, genau wie Google Chrome, auf Chromium, bietet jedoch nachweislich schnellere Ladezeiten und ist verfügbar für PC, MacOS sowie Mobiltelefone. Der Browser blockiert standardmäßig Ads und Tracker und bietet einen eigenen, innovativen Ansatz im Umgang mit Online-Werbung.

 

Brave kommt mitsamt eines cleveren Konzepts auf den Markt, das Nutzern wieder einen Mehrwert durch Online-Werbung verspricht. Jede angesehene Werbung wird mit einem kleinen Betrag des “Basic Attention Token”, kurz BAT, entlohnt. Nutzer können optional angeben, welche Themenbereiche sie interessiert. So wird zusätzlich ein effizientes Targeting ermöglicht. Die Anzahl der Werbungen kann individuell geregelt werden. So können zwischen 2 und 5 Anzeigen pro Stunden angefragt werden. Warum angefragt? Werbungen werden nicht direkt eingeblendet. Erfolgt eine Werbeschaltung, so wird zuerst der Nutzer darüber informiert. In einem unaufdringlichen Fenster kann er nun wählen, ob er die Anzeige sehen möchte oder nicht.

 

Besonders für Marketer ist dieses Prinzip durchaus interessant. Nutzer empfinden Anzeigen auf Brave nicht als störend oder gar als Eingriff in ihre Privatsphäre, sondern sehen darin in erster Linie eine Möglichkeit, BAT zu erhalten. Über Anzeigenschaltung im Brave Browser erreichen Werbetreibende zu 100% Personen, die sich dafür entschieden haben, Werbung zu erhalten. Die Nutzerzahlen beweisen es: Brave wird von Tag zu Tag populärer, und somit auch die potentiell zu erreichende Zielgruppe. Von 8,7 Mio. monatlichen Nutzern im Oktober 2019 stiegen die Zahlen auf 10,4 Millionen Nutzern Ende November. Das ist ein Anstieg von 19% in einer sehr kurzen Zeit. Spätestens jetzt sollte der Browser für Marketer in den Fokus rücken.

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Anstieg der Nutzerzahlen des Brave Browser 2019.

BAT: Crypto-Trinkgelder an Content-Ersteller verteilen

 

Mit “Brave Rewards” betreibt Brave ein eigenes Belohnungs-System, dass Contenterstellern im Netz ermöglicht, ihre Inhalte zu monetarisieren. Nutzer können die über Brave erhaltene Cryptowährung dazu nutzen, Webseiten zu “tippen”. Diese Trinkgelder (vom engl. Begrif “Tip” – Trinkgeld) können einmalig oder regelmäßig gezahlt werden. Um Spenden zu erhalten, muss das entsprechende Profil bzw. die Website verifiziert werden. Neben der eigenen Website können Nutzer derzeit auch Profile auf YouTube, Twitch, Twitter, Vimeo, Reddit und GitHub mit ihrem Publisher-Account verknüpfen. Ausführliche Informationen zum Basic Attention Token findet man im offiziellen BAT Whitepaper.

Brandon Eich, Gründer von JavaScript und Netscape, über den Brave Browser.

Unser Fazit: Brave bietet in erster Linie einen hoch-performanten Browser, der sehr viel Wert auf den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer legt. Da der Browser quasi noch in den Kinderschuhen steckt, ist er noch nicht vollständig frei von Bugs, wird jedoch von einem großen und engagierten Entwicklerteam laufend aktualisiert. Die Integration des Basic Attention Tokens gibt Online-Marketing einen innovativen und modernen Anstrich, und auch die Möglichkeit, mit BAT Content Creators zu unterstützen finden wir großartig. Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt!

 

Übrigens: Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie uns das mit dem Brave Browser mit einem kleinen Trinkgeld wissen lassen 😉