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Wie schreibt man einen nachhaltigen Blog?

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Was kann ich tun, um die Sichtbarkeit meines Internetangebots zu erhöhen, ohne in Paid Ads zu investieren? Ein guter Weg: Der eigene Blog.

 

Die eigene Internetpräsenz mit einem Blog auszustatten lohnt sich in vielerlei Hinsicht, ganz egal ob es sich um einen Webshop, eine Nachrichtenseite oder eine Fahrradseite handelt. Ein guter Blog bietet den Lesern hilfreiche oder inspirierende Informationen und bindet sie dadurch an das eigene Produkt. Er ist aber auch ein mächtiges SEO-Instrument, denn die themengebunde Relevanz der Artikel beeinflusst das Suchmaschinen-Ranking. Ein Blog generiert organische Reichweite, ganz ohne bezahlte Werbung oder groß angelegte Marketingkampagnen.

 

  1. Welches Ziel hat mein Blog?
  2. Wen spreche ich mit meinem Blog an?
  3. Welches Thema greife ich auf und welche Keywords sind dafür relevant?
  4. Den Blog schreiben
  5. SEO Optimierung des Blogs

 

Einen nachhaltigen Blogbeitrag zu schreiben ist nicht schwer! Man sollte sich jedoch zu Beginn mit folgenden Fragen befassen:

 

Welches Ziel hat mein Blog?


 

  • “Brand Building” – hierbei werden aktuelle und relevante Themen aufgefasst und in Zusammenhang mit den eigenen Wirkungsbereichen gebracht. Es geht hauptsächlich um Hot Topics, also Themen die im weiten Bereich der eigenen Branche aktuell und relevant sind. Der Fokus liegt eher auf Makro-Trends. Stellungnahmen zu kontroversen Themen, bei denen ein hohes User Engagement zu erwarten ist, eigenen sich auch fürs Brand Building.

 

  • Conversions von Neukunden – für die Conversion von Besuchern zu Käufern ist es notwendig, konkrete Problemstellungen aufzugreifen und Lösungswege aufzuzeichnen. Möglichst vielfältige Use Cases sollten beschrieben werden und in den Zusammenhang mit den eigenen Produkten/Dienstleistungen gestellt werden, so dass der Großteil der Leser sich mit den beschriebenen Problemen identifizieren kann. Dabei müssen sich die einzelnen Blogartikel nicht grundsätzlich voneinander unterscheiden. Identische Problemstellungen können sehr gut aus verschiedenen Perspektiven geschrieben werden und sind so für unterschiedliche Zielgruppen nützlich.

 

Wen spreche ich mit meinem Blog an?


 

Content wird von einer Person mit einer sozialen und beruflichen Rolle gelesen. Das Ziel ist, die für sie möglichst nützlichen Informationen zu kommunizieren. Deshalb stellt sich zu Anfang immer die Frage: Wer soll meinen Text lesen und von den Inhalten profitieren? Dementsprechend sollte der Beitrag auf die Zielgruppe ausgerichtet sein, sowohl inhaltlich als auch förmlich.

 

Welches Thema greife ich auf und welche Keywords sind dafür relevant?


 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Keywords und Trends zu identifizieren, die man als Grundlage für den Blogbeitrag wählt. Einige davon sind z.B.:

 

http://www.socialmention.com

Social Mention analysiert Keywords und ihre Erwähnung im Social Web. Hier findet man Inspiration für neue Themen und kann sich einen Überblick über deren Relevanz verschaffen.

 

http://keyhole.co/

Die Free Functions von Keyhole geben ähnlich wie Social Mention einen Überblick über aktuell relevante Themen. Hier werden zusätzlich Influencer und Twitter Accounts angezeigt, die sich um diese Themen bemühen.

 

https://trends.google.co.in/trends/

Mit Google Trends können Keywords auf ihre Relevanz getestet werden. Optimale Themen haben bereits ein hohes Suchvolumen oder das Suchvolumen steigt aktuell sehr.

 

https://twitter.com/

Twitter schlägt relevante Hashtags vor. Hier können vorallem Hot Topics identifiziert werden, die interessant sind.

 

https://feedly.com

Feedly ist ein RSS Feed Aggregator, hier können Feeds zu bestimmten Themen abonniert werden.

 

https://google.com (Google Suggest)

Die Autovervollständigung von Google richtet sich nach den eigenen Interessen sowie nach Trends und häufig geschriebenen Suchanfragen. Die automatisch vervollständigten Suchanfragen geben daher einen Einblick in potentielle Keywords.

 

https://youtube.com

Bei Youtube findet man zu jedem Thema viele interessante Videos. Zur Keywordrecherche interessieren uns allerdings neben den Videos vor allem die Fragen, die Nutzer in den Kommentaren schreiben. Diese Fragestellungen sind authentisch und wurden irgendwann einmal von einem Nutzer gestellt. Es macht Sinn, interessante Fragestellungen in den eigenen Beiträgen aufzugreifen.

 

https://amazon.com

So wie es bei Youtube Videos gibt, gibt es bei Amazon Bücher. Zuerst werden die Bestseller gesucht, die häufig gekauft wurden. Anschließend schauen wir in den Kommentaren und Bewertungen, was die Leser von dem Buch halten. Unter die Kommentaren finden wir häufig weiterführende Fragestellungen oder Anmerkungen wie z.B. “Thema xy wurde meiner Meinung nach nicht ausführlich genug besprochen” – an diesen Kommentaren erkennen wir, dass ein Informationsbedarf besteht. Oder “Wie ich jetzt aber einen xyz selbst reparieren kann, wurde nicht erklärt.” Kommentare sind hier authentische Kundenbedürfnisse, die wir in unseren Artikeln aufnehmen können.

 

https://adwords.google.com

Elementar für die Keywordrecherche ist die Analyse mithilfe des Google Adwords Keyword Planer. Dieser macht Vorschläge zu verwandten Keywords und gibt Informationen zu Suchvolumen und Wettbewerb. Anhand dieser Informationen werden die relevanten Keywords ausgewählt.

 

wie schreibt man einen blog

 

Einen Blog schreiben


 

Wie schreibt man nun einen Blogartikel? Am effizientesten und einfachsten ist folgender Ablauf:

 

1. Thema auswählen, recherchieren, strukturieren

Was will ich dem Leser erzählen? Welche Frage will ich stellen? Welchen Zweck hat mein Beitrag? Welche Reaktion erwarte ich von meinen Lesern?

2. Die Keywords identifizieren, auf die der Blog optimieren soll

z.B.: “Die gesündesten Süßigkeiten ohne Zucker”

3. Überschrift(en) informativ und aufmerksamkeitswirksam verfassen

Wichtig: Die einzige H1-Hauptüberschrift ist der Titel des Beitrags.

4. Beitrag mit Bildern versehen

Bilder unterstützen den Lesefluss, veranschaulichen komplexe Sachverhalte oder geben dem Artikel eine humoristische Note.

Bild mit Meta-Informationen versehen (Titel, Bezeichnung, Alternativtext, Beschreibung)

5. Die (Ab)sätze sollten kurz und schlüssig sein.

Der Inhalt muss für alle Leser verständlich sein – nicht nur für die Experten auf dem entsprechenden Themengebiet. Durch Beispiele und Vergleiche kann man kompliziertere Sachverhalte verständlicher darstellen.

Aufzählungen, Ranglisten, Bewertungsschemata sind gute Mittel um Inhalte leicht zu vermitteln

Größere Textpassagen mit Überschriften versehen, die die relevante Schlagwörter enthalten (Wichtig: Nicht mit Keywords übertreiben!). Signalwörter verwenden, um dem Text mehr Struktur zu verleihen (“Zuerst”, “Abschliessend”, “Nichts desto trotz”, “Aus diesem Grund”)

6. Abschliessendes Fazit verfassen

Die wichtigsten Inhalte des Blogbeitrags zusammentragen oder neue Ideen in den Raum stellen.

7. Auf weiteren Content verweisen

Wurde schon zu diesem Thema berichtet? Durch den Bezug auf weitere Artikel wird die eigene Kompetenz auf dem Gebiet unterstrichen. Wenn möglich, auf weitere eigene Blogartikel verweisen.

8. Call To Action

Bei Conversion-Artikeln (siehe oben) direkt zum Anmeldeformular o.ä., bei Awareness-Artikeln zu weiterführenden, nützlichen Infoquellen

 

4. SEO Optimierung des Blogs


 

Damit der Artikel auch unter SEO-Gesichtspunkten optimal wirkt, sollte er folgende Kriterien erfüllen: 

  • Verfügt der Beitrag über ein geeignetes Snippet?
  • Stimmt die Länge? ca. 1000 – 2500 Zeichen, mindestens 300 Zeichen
  • Ist das Keyword in den ersten 65 Zeichen enthalten?
  • Wird der Lesefluss von zu vielen Keywords gestört? (Google straft die übermäßige Verwendung von Schlagwörtern ab). Die Keyworddichte sollte ca. 1-2% betragen
  • Ist die URL des Beitrages optimiert?
  • Schon durch den Titel der URL sollte klar sein, um was es in dem Artikel geht
  • Keyword maximal einmal in der URL
  • Wörter mit “-” trennen, keine Sonderzeichen
  • Kurz und knackig formulieren
  • Keywords sollten vorkommen in:

URL, Titel, Überschriften, Auszug, Meta Description, Text (Dichte 1-2%), Bildern (und Alt-Title)

 

Wichtig: guter Content ist aktuell, einzigartig, relevant, nützlich und qualitativ hochwertig. Stell Dir die Frage, ob Dein Content gut ist!

 

Verbindet man Problemstellungen mit Lösungen und Hot Topics mit inspirierenden Gedanken, so werden Leser des Blogs wiederkommen und die Beiträge in den sozialen Medien teilen. Wenn wir Besuchern durch Lesen des Blogs neues Wissen oder Ideen vermitteln konnten, dann haben wir einen Mehrwert geschaffen. Und Mehrwert schaffen ist unser Ziel! 

 

Tipp: Zum Leitfaden für einen guten Newsletter geht es hier entlang 😉

 

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