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Headless Content Management Agentur Köln

Alles andere als kopflos! Die Anforderungen und Möglichkeiten der digitalen Kommunikation wandeln sich rasant. Unsere digitale Customer Journey ist längst nicht mehr nur auf Websites und Social Media beschränkt. NutzerInnen wollen an allen Touchpoints wie Smart Wearables und Voice Speakern erreicht werden.

Um NutzerInnen mit einer Multi-Channel User- und Brand Experience zu begeistern, ist relevanter und kanalspezifisch aufbereiteter Content maßgeblich. Für eine ansprechende und individuelle Darstellung auf den sich verändernden Endgeräten reichen herkömmliche Content Management Systeme zumeist nicht mehr aus.

Statt für verschiedene Kanäle getrennte Content-Silos aufzubauen, sollten Informationen an einer zentralen Stelle gepflegt und organisiert werden, um von dort an beliebig viele Kanäle ausgespielt werden zu können. Weniger Aufwand, reduzierte Kosten und flexible Erweiterbarkeit – mit einem Headless Content Management System sind Sie für die Zukunft gerüstet!

Headless Content Management Systeme

Headless Content Management Systeme sind sowohl eine Verknappung als auch eine Erweiterung klassischer Content Management Systeme. 

Während traditionelle Content Management Systeme typischerweise die Inhalts- und Darstellungsebenen einer Website kombinieren, entkoppeln Headless Content Management Systeme die Inhaltsebene von der Darstellungsebene. Die Wahl zwischen einem klassischen und einem Headless Content Management System ist immer von dem jeweiligen Use Case abhängig. Headless Content Management Systeme sind „headless”, weil ihnen das Frontend abgekappt wurde. Der Kopf wurde ihnen genommen, um das Backend unabhängig zu machen.

Erinnerung

Frontend

Die Unterscheidung zwischen Frontend und Backend ist eine Art Schichteinteilung. Aus der Sicht der NutzerInnen beschreibt das Frontend die obere Schicht, also die Benutzeroberfläche, die alles umfasst, was BenutzerInnen einer Webseite oder App sehen, berühren und erleben. Am Beispiel einer Theaterbühne wäre das Frontend das ganze Bühnenbild, das der Zuschauer sieht.

Backend

Das Backend umfasst alle Programmierungen, die im Hintergrund ablaufen. Diese sind für NutzerInnen nicht sichtbar und dennoch benötigt man das Backend, um Anwendungen funktionstüchtig zu machen. Zum Backend zählen beispielsweise der Server, auf dem eine Webseite gehostet wird, und die Datenbank, in der die von NutzerInnen eingegebenen Daten oder die Inhalte einer Webseite gespeichert werden. Das Backend ist im Beispiel der Theaterbühne alles, was sich hinter dem Vorhang abspielt. Es übernimmt die Rolle der Regie.

Die Trennung des Front- und Backends erfolgt, um die im Backend verwalteten Inhalte für unterschiedlichste Kanäle und Medien kompatibel und verfügbar zu machen. Das Backend kann auf diese Weise sozusagen mehreren Frontends, also mehreren Kanälen und Endgeräten Inhalte zur Verfügung stellen, ohne dass die Darstellung vorher definiert wurde. Anstelle des Frontends wird bei einem Headless Content Management System eine Schnittstelle (API) integriert, die den Zugriff verschiedener Medien auf die Inhalte des Backends regelt.

Klassisches CMS 

Headless CMS

Unabhängig, dynamisch und zukunftssicher – Headless Content Management Systeme entsprechen den Anforderungen des digitalen Zeitalters und wappnen Projekte für eine Ausspielung über alle gegenwärtigen und zukünftig kommenden Kanäle und Endgeräte.

Die Vorteile eines Headless CMS auf einen Blick

Wir haben die entscheidenden Vorteile einer Headless Content Management Architektur zusammengefasst:

Omnichannel-Bereitschaft

Informationen werden längst nicht mehr nur über herkömmliche Endgeräte wie Smartphone, Laptop und Tablet bezogen. Erst mit einer personalisierten Ausspielung über weiteren Kanälen wie Smart Wearables und Voice erreicht man alle NutzerInnen. Traditionelle Content Management Systeme konzentrieren sich auf ein Frontend. Headless Content Management Systeme dagegen haben durch die Entkopplung des Frontends keine Beschränkung bezüglich der Anzahl und Art der Ausgabekanäle.

1A Performance

Die Trennung von Datenverwaltung und Datendarstellung ermöglicht nicht bloß kanalspezifische Inhalte, sondern hält auch Vorteile für die Performance bereit. Websites mit herkömmlichen Content Management Systemen werden über die Zeit langsamer und die Ladezeit nimmt zu, da das System aus allen Vorlagen die richtig erkennen muss. Mit einem Headless Content Management System kann also zusätzlich die User-Experience auf den jeweiligen Medien und Kanälen gesteigert werden.

Zentrale Organisation und einfacher Workflow

Headless Content Management Systeme bietet die Möglichkeit, dass Informationen nur noch an einer Stelle gepflegt und organisiert werden müssen. Das erleichtert den Workflow und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure maßgeblich, da alle Anwendungen auf dieselbe Datenquelle zurückgreifen können. So werden Inhalte kanalübergreifend, aktuell und umfassend zur Verfügung gestellt.

Einfach zu bedienen

Herkömmliche CMS-Systeme sind in der Regel umständlich und komplex, da die Anbieter versuchen, alle verfügbaren Funktionen Out-of-the-Box anzubieten. Headless-Systeme konzentrieren sich einzig und allein auf Content Management. Sie halten Funktionen und Features für diejenigen, die sie täglich nutzen, einfach. Die gesamte Benutzererfahrung kann in der Regel aus einem Backend heraus verwaltet werden.

Niedrige Kosten

Aufwendige und zeitintensive Inhaltspflege per Hand gehört dank eines automatisierten und zentral gesteuerten Systems der Vergangenheit an. Da Headless Content Management Systeme typischerweise auf Cloud-Modellen basieren, sind sie in der Regel günstiger und Betriebskosten skalierbar. Wer gleich zu Beginn in ein Headless Content Management System investiert, profitiert und spart langfristig.

Sicherheit

Auch in der Frage der Sicherheit punkten Headless Content Management Systeme. Durch die Trennung des Backends und des Frontends und die damit einhergehende Trennung der Verwaltung und der Darstellung ermöglicht eine erhöhte Sicherheit. Die Auftrennung sorgt dafür, dass das Backend nicht einfach zu identifizieren ist. Dementsprechend wird es schwieriger, die zentrale Datenbank mit schädlicher Software zu attackieren.

Flexibilität

Content-ErstellerInnen können in jedem beliebigen Headless CMS arbeiten und EntwicklerInnen können jede Art von Frontend in ihrer bevorzugten Sprache (z.B. Ruby, PHP, Java oder Swift) erstellen und die beiden dann einfach über APIs (wie JSON oder XML) integrieren. Dies ermöglicht eine mehrsprachige Programmierung, bei der mehrere Programmierparadigmen verwendet werden können, um Inhalte für mehrere Kanäle bereitzustellen. Die Nutzung eines Headless Content Management Systems ermöglicht es, von den neuesten Entwicklungen verschiedenster Programmiersprachen zu profitieren und eine Microservice-Struktur zu fördern.

Kürzeres Time-to-market

Headless Content Management Systeme fördern eine agile Arbeitsweise. InhaltserstellerInnen und -entwicklerInnen können dank der Trennung des Back- und Frontends gleichzeitig arbeiten und Projekte können schneller abgeschlossen werden.

Skalierbarkeit

Die Inhaltsreinheit und zustandslosen APIs von Headless CMS ermöglichen eine hohe Skalierbarkeit, zumal die Architektur die Elastizität einer Cloud-Plattform voll ausschöpft.

Stärkung des Marketings

Marketingspezialisten können sich in bestimmten Szenarien mehr auf EntwicklerInnen verlassen. Beispielsweise bei der Erstellung einer Landing Page mit einem eigenen Layout oder Content-spezifischen Gestaltungs-Templates.

Die Auswahl des passenden Headless Content Management Systems

Um für unseren KundInnen individuell und projektspezifisch das optimale Headless Content Management zu identifizieren, haben wir eine eigene Bewertungsmatrix geschaffen, die verschiedene Bewertungskriterien in Betracht zieht. Neben technischen Aspekten, Preiskategorien und individuellen Anforderungen unserer KundInnen betrachtet unsere Bewertungsmatrix auch Hintergrundinformationen, die unsere Analyse der verschiedenen am Markt angebotenen Systeme ergeben hat. Diese Hintergrundinformationen können bei der finalen Auswahl entscheidend sein und Auskunft über die Zukunftssicherheit der Systeme geben. Wer sind die Treiber, der Support und die Entwicklercommunity des Systems? Was ist die Strategie der Headless Content Management AnbieterInnen und wie steht es um die Finanzierung?

Statt auf Vertriebskooperationen mit AnbieterInnen zu setzen, sollte die Auswahl eines Headless Content Management Systems unserer Meinung nach individuell, projektbezogen und umfassend erfolgen. Neben unserer Bewertungsmatrix profitieren KundInnen bei der Empfehlung eines Headless Content Management Systems auf unsere Erfahrung aus bereits erfolgreichen Projekten.

Open Source vs. Proprietär

Grundlegend für die Entscheidung für oder gegen ein Headless Content Management System ist zumeist bereits, ob es sich um eine Open Source Software oder ein proprietäres System handelt. 

Open Source

Eine Open Source Software zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Source Code der Software öffentlich zugänglich ist. Jeder kann den Code einsehen, kopieren und anpassen. Meistens werden Open Source Programme in einer Community entwickelt, in der jeder etwas zu der Entwicklung beisteuert. Der größte Vorteil von einer Open Source Software ist, dass sie kostengünstiger ist. Anstelle eines professionellen Supports ist dafür die Online Community der Ansprechpartner bei der Nutzung einer Open Source Software.

Proprietär

Proprietäre Systeme sind auf den jeweiligen Copyrightholder lizenziert. BesitzerInnen sind zumeist Unternehmen, die das Programm entwickelt haben. Anders als die Open Source Software sind proprietäre Systeme somit nicht frei zugänglich und es ist verboten, die Software zu verändern oder zu kopieren. KundInnen bezahlen für einzelne Lizenzen der Software. Im Gegensatz zur der Open Source Variante erhalten NutzerInnen einen professionellen Support und Ansprechpartner. 

Beispiele für Anbieter von Headless Content Management Systemen

Das von einem deutschen Startup entwickelte Contentful ist eines unserer Go-to Headless CMS. Die Infrastruktur von Contentful bietet eine leistungsstarke Reihe von APIs zur Verwaltung, Integration und Bereitstellung von Inhalten für alle Geräte und Dienste. Es ist sehr einfach zu handhaben und erfordert kaum Einarbeitung. Die Erweiterung durch eigene, individuelle Microservices ist einfach und komfortabel. Durch das schlanke und intuitive Interface lassen sich Datenmodelle und Inhalte spielend leicht erstellen und verwalten.

Strapi ist ein Open Source Projekt. Mit Strapi ist es möglich, eine mongoDB oder eine SQL-Datenbank im Hintergrund zu verbinden. Durch Plugins und dem Marketplace lassen sich Erweiterungen installieren. Strapi ist self-hosted und kann mittels Docker Container installiert werden. Die API von Strapi ist sehr übersichtlich. Durch GraphQL erhält man die Möglichkeit, flexible und relationale Abfragen zu tätigen, ohne weitere Eingriffe in den Code vorzunehmen.

Directus ein besonders simpel aufgebautes CMS. Aufgrund des einfach verständlichen Interfaces können Einsteiger gut mit diesem System arbeiten. Dieses Tool bietet benutzerdefinierte SQL-Datenbanken in Verbindung mit einer dynamischen API. Directus erlaubt kostenloses Self-hosting oder stellt alternativ einen eigenen On-Demand-Cloud-Service zur Verfügung. Besonders punkten kann dieses Open-Source-Tool mit der Kommentar- und Notizfunktion, die sich als sehr nützlich erweisen. Zudem können über Directus Dateien hochgeladen und verwaltet werden. Vor einem Datenverlust müssen sich User ebenfalls nicht sorgen, denn Directus trackt alle Aktivitäten, sodass Rollbacks jederzeit möglich sind.

Auch Ghost, das Headless Content Management System (CMS) auf Open-Source-Basis, setzt auf Minimalismus und eine klar strukturierte Oberfläche, um Inhalte ablenkungsfrei erstellen und veröffentlichen zu können. 2013 wurde Ghost von dem Entwickler John O’Nolan initiiert und entwickelte sich vom klassischen Blog CMS zu einem Headless CMS. Die Umstellung der Node-API war der Schlüssel dieser Entwicklung. Ghost setzt komplett auf JavaScript mit Node.js als technologischer Basis. Als selbstgehostete Software ist Ghost komplett kostenfrei. Accounts bei der Cloud-gehosteten Version von Ghost sind dagegen kostenpflichtig. Mit der dritten Version spricht Ghost vor allem Publisher mit ganz spezifischen Anforderungen und dem Ziel, Inhalte zu monetarisieren, an.

Statamic ist ein auf Laravel basierendes Flat-File-Headless-CMS. Es arbeitet als Flat File System, weil es keine Datenbank verwendet, sondern mit Dateien arbeitet, die auf dem Server gespeichert werden. Große Datenbanken bleiben so weiterhin schnell und flexibel. Schnelle Ladezeiten, smarte Skalierbarkeit, volle Git-Integration und ein spannendes User Interface sind nur einige der Gründe, weshalb Statamic bereits große Kunden wie der Spiegel und Disney überzeugen konnte. Das Dashboard des nutzerfreundlichen Systems lässt sich nach den eigenen Vorlieben konfigurieren. Auch Features wie Drag-and-Drop Pages und der mehrsprachige Support tragen zu der Usability des kommerziellen Systems bei.

Wir sind eine Agentur, die digitale Projekte mittels Headless Content Management Systemen realisiert. Um individuelle Anforderungen unserer KundInnen maßgeschneidert umsetzen zu können, analysieren wir anhand unserer umfassenden Bewertungsmatrix und unserer Erfahrung aus erfolgreich umgesetzten Projekten die zur Verfügung stehenden AnbieterInnen. Die Wahl des richtigen Headless Content Management Systems ist immer von den individuellen Herausforderungen des Projekts abhängig. Wir gehen keine Vertriebskooperationen mit Anbietern ein – bei der Wahl des passenden CMS haben wir stets den Nutzen für unsere KundInnen im Blick.

Sie möchten Ihr Projekt mittels Headless Content Management System umsetzen oder suchen einen kompetenten Partner bei der Weiterentwicklung bestehender Systemlandschaften? Gerne können Sie sich bei uns melden, wir freuen uns über Ihre Nachricht.

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